rund um die Länta

Seit 1913 liegt an einem mächtigen Felsblock die Länta-Hütte des SAC.
Die Hülle angepasst - flexibel im Kern. So präsentiert sich die Länta-Hütte in ihrer ursprünglichen wilden Umgebung.

Herzlich willkommen zuhinterst im Valsertal, zwischen Zervreilasee und Rheinwaldhorn, auf über 2000 Metern Höhe.

Geschichte

Beim Hüttenumbau in den Jahren 2003 bis 2005 hat die Sektion Bodan bewusst auf eine Vergrösserung der Hütte verzichtet. Investiert wurde in die Qualität des Raumangebotes und in moderne Energie- und Hüttentechnik. 

2019 wurde die Hütte in der unbewarteten Zeit von einem Blockschlag getroffen und beschädigt. Abklärungen über Renovation und einen allfälligen neuen Hüttenstandort wurden besprochen. Nach Sichherheitssprengungen und geologischen Gutachten, konnte man die Hütte renovieren und 2020 wieder in Betrieb nehmen. Zusätzlich wurde oberhalb der Hütte ein Schutzdamm errichtet um Gesteinsmaterial aufzufangen.

Im Sommer 2025 wurde eine neue Tropfkörperanlage mit Klärbecken unterhalb der Hütte eingerichtet.

Wanderwege

FURGGELTI: 2004 wurde ein Rot-Weiss markierter Bergweg über das Furggelti eröffnet. Es ist die beliebteste Bergwanderung der Hütte und dient auch als Rundtour zurück nach Vals.

GLETSCHERPFAD LÄNTA: Seit 2006 existiert der Rot-Weiss markierte Rundweg auf beiden Seiten des Valser Rheins von der Hütte zum Fuss des Läntagletschers.

NEUE ROUTE ZUR LÄNTA-LÜCKE: 

PASSO SOREDA: Der Rot-Weiss markierte Übergang aus der bündnerischen Länta ins tessiner Val Scaradra ist der wichtigste und meisstbegangene Pass der Region.

PIZZO CASSINELLO: 2008 wurde vom Passo Soreda aus der Aufstieg zum Gipfel des Pizzo Cassinello als alpine Wanderroute markiert und eröffnet. Mittlerweile kann man als Rundtour auf einer Blau-Weiss markierter alpinen Route via Bocca di Fornee über den Piz Cassimoi und den Pizzo Cassinello zum Passo Soreda überschreiten. Die Route ist sehr ausgesetzt und erfordert Trittsicherheit und alpine Erfahrung.

Gletscherpfad und Valser Rhein

Die Länta bildet mit ihren Gletschern das Quellgebiet des Valser Rheins. Als tief ins Gestein gehobelter Trog, gilt die Länta als modellhaftes Beispiel  eines von eiszeitlichen Gletschern geformten Tals. So vermerkte bereits 1572 der Berner Naturreisende und Gelehrte Ägidius Tschudi: „Die Länta gilt als eines der schönsten Gletschertäler der Alpen.“

Gegenüber anderen hochalpinen Regionen, aus denen sich das ewige Eis längst restlos verabschiedet hat, können bis heute zuoberst im Valsertal noch praktisch alle Formen der rezenten Vergletscherung besucht und hautnah erlebt werden. Der Gletscherpfad Länta führt mitten ins Herz der umfassendsten Vergletscherung  der Adula-Alpen, dem viertgrösste Gletschergebiet Graubündens. Die eindrückliche und nicht allzu schwierige alpine Wanderung führt von der Länta-Hütte SAC dem Valser Rhein folgend durch das Gletschervorfeld zur Stirn des Eises, aus dem der Fluss sprudelt. Dieses graue Wasser führt auf seinem Weg durch die Länta hinaus zum Zervreilasee ein wildes Leben, mit vielen Mäandern, Sandbänken, Kies- und Geröllfluren.

Nicht wenige Wanderer, die von der Greina über den Soredapass in die Länta wechseln, wundern sich ab diesem in den Alpen selten gewordenen Bild eines völlig naturbelassenen Fluss- und Gletschertales. Und sie sind begeistert.

Für den Gletscherpfad (Rundtour) benötigt man hin und zurück 3 Marschstunden. Wer unterwegs gerne verweilt, weiter dem Eis über die Zunge folgt oder auf eigene Faust den Talschluss erkundet, ist schnell einmal den ganzen Tag beschäftigt.

Rheinwaldhorn und Zervreilahorn

Stein und Wasser, die prägenden Elemente des Valsertals, äussern sich auch in den beiden berühmtesten Berggipfeln der Länta. Das 3400 Meter hohe Rheinwaldhorn besticht mit seinem Firn- und Gletschermantel, während das felsige und etwas niedrigere Zervreilahorn mit seiner schlanken Pyramidenform die Menschen in seinen Bann zieht.

Dem Rheinwaldhorn gereicht zur Ehre, dass es innerhalb des Alpenbogens als geologisches Gegenstück zur Monte-Rosa einen vergleichbaren Stellenwert geniesst.  Kaum von einem anderen Gipfel der Alpen ist die Aussicht umfassender und weitreichender. Und der Aufstieg über schmale Wege, Geröll, Fels und Eis ergibt von der Länta-Hütte SAC aus eine höchst abwechslungsreiche Hochtour.

Klettern

Die Länta ist ein äusserst vielfältiges Klettergebiet, welches hinter dem Rätikon und dem Bergell als das drittgrösste Graubündens gilt. Die meisten Routen sind perfekt gebohrt, wobei  die Hakenabstände eher gross sind.

Der Klettergarten Länta-Hütte wurde beim Blockschlag/Felssturz im Sommer 2019 massiv in Mitleidenschaft gezogen. Die beiden Sektoren "JO-Weg" und "Edelweiss" wurden im Sommer 2022 zurückgebaut und sind nicht mehr existent! Ohne Einschränkungen kann weiterhin an der Outdoor-Kletterwand, am "Gschpaltne Stei" und im Sektor "Hirmastei" geklettert werden. Bestens zu empfehlen sind auch die Boulderblöcke im Talboden beim Soredabach, wo auch Toprope geklettert werden kann.

Neue Kletterrouten am Zervreilahorn

Rund um das Zervreilahorn wurden in den letzten Jahren neue Kletterrouten sowie ein Klettergarten eingerichtet.