Touren

Die Faszination liegt in den Gegensätzen:
Stein und Wasser, Fels und Eis, Alpweide und schroffe Berggipfel prägen die Länta. Und so einfach und beschaulich der Anmarsch durch das Tal erfolgt, so anspruchsvoll und eindringlich sind die Weiterwege.

Hüttentouren Sommer

Eine Tour in die Länta-Hütte SAC kann mit verschiedenen anderen Hüttenbesuchen verbunden werden.

Länta-Hütte SAC – Bocca Fornee – Capanna Adula CAS
Länta-Hütte SAC – Canallücke – Zapporthütte SAC zum Tourenbeschrieb
Länta-Hütte SAC – Passo Soreda – Cap. Motterascio CAS zum Tourenbeschrieb
Länta-Hütte SAC – Läntalücke – Zapporthütte SAC
Länta-Hütte SAC – Passo Soreda – Cap. Adula CAS zum Tourenbeschrieb
Greina Alta Trek zum Tourenbeschrieb

Sommer

Heute ist die Länta-Hütte SAC das Ziel vieler Reisenden und sie dient als Ausgangspunkt unterschiedlichster Aktivitäten. Im Vordergrund stehen längst nicht mehr die Gipfel alleine, sondern der Genuss und die Erholung in einer intakten Berglandschaft, wobei das Läntatal im Zentrum der Adula Alpen den Gästen immer wieder als urtümliche Natur zu begeistern vermag.
Zwischen den kargen Weiden, den hohen Felswänden und den Gletscherflächen können in der Länta praktisch alle Bergaktivitäten ausgeübt und erlebt werden.

Wandern markiert
Zervreila – Lampertschalp – Länta-Hütte SAC (3h / T1)
Vals – Zervreila - Lampertschalp – Länta-Hütte SAC (6h / T2)

Bergwandern markiert
Länta-Hütte SAC – Furggelti – Zervreila (5h / T3)
Länta-Hütte SAC – Passo Soreda – Lago die Luzzone (5h / T3)
Länta-Hütte SAC – Passo Soreda – Cap. Motterascio CAS (7h / T3)
Länta-Hütte SAC – Passo Soreda – Cap. Adula CAS (9h / T3)

Alpinwandern markiert
Länta-Hütte SAC – Läntagletscher – Länta-Hütte SAC (3h / T4) 
Länta-Hütte SAC – Canallücke – Zapporthütte SAC (5h / T4)
Länta-Hütte SAC – Pizzo Cassinello 3102 m (4h / T4)
Länta-Hütte SAC – Bocca Fornee – Capanna Adula CAS (7h / T5)

Alpinwandern erweitert
Länta-Hütte SAC – Fuorcla Val Nova – Fuorcla Darlun – Vrin (9h / T4)  
Länta-Hütte SAC – Güferlücke – Blachtenalp – Zervreila (7h / T4) 
Länta-Hütte SAC – Läntalücke – Zapporthütte SAC ( 6h / T5)

Alpine Wandergipfel:
Länta-Hütte SAC – Pizzo Cassinello 3102 m (4h / T4)
Länta-Hütte SAC – Furggeltihorn 3043 m (4h / T4)
Länta -Hütte SAC – Plattenberg 3041 m (4h / T4)

Bergsteigen:
Rheinwaldhorn 3402 m, über Läntagletscher (4 h / ZS)  
Rheinwaldhorn 3402 m, über Läntalücke (5 h / WS)
Güferhorn 3383 m, über Güfergletscher (4 h / WS)
Güferhorn 3383 m, über Läntalücke (4 h / WS)
Grauhorn 3260 m, über Nordostgrat (4 h / ZS)
Läntahorn 3237 m, über Güfergletscher (4 h / WS)
Piz Jut 3129 m, durch das Forneitobel (4 h / L)
Pizzo Cassimoi 3129 m, durch das Forneitobel (4 h / WS)
Punta d’Aquila 3128 m, durch das Forneitobel (4 h / WS)
Piz Scharboda 3122 m, aus der Val Nova (5 h / L)

Klettern & Mountainbiken

Das Valsertal mit der Länta hat sich zu einem der bedeutendsten Klettergebiete Graubündens entwickelt. Dank unermüdlichem Einsatz lokaler und auswertiger Kletterer ist eine grosse Vielfalt an mehrheitlich anspruchsvollen Mehrseillängenrouten in bestem Gneis entstanden. Klettergärten und kleinere Sektoren eignen sich aber auch für Einsteiger und Ausbildung.

Seit dem Sommer 2016 ist der Hüttenweg zur Länta-Hütte für Mountainbiker durchgehend befahrbar. Bis zur Lampertschalp ist die Route offiziell ausgeschildert.

Klettern:
Alle Detailangaben sind im Kletterführer Valsertal vom Panico Alpinverlag (ISBN 3-936740-22-4) enthalten. Kletterführer und Topos gibt es auch in der Länta-Hütte SAC.

Kletterwand Länta-Hütte SAC (5 Routen / 3+ bis 6-)
Klettergarten Länta-Hütte SAC (37 Routen / 2+ bis 8+)
Boulder- und Toprope-Blöcke Läntatal (diverse)
Sportklettergebiet El Condor (27 Routen / 5+ bis 8+)
Sportklettergebiet Bastion (12 Routen / 4+ bis 7+)
Sportklettergebiet Sendero und Raja Rocha (10 Routen / 5+ bis 8)                 
Zervreilahorn Gipfel P. 2898, Normalweg (2+ / T5 / 4 h ab Länta-Hütte SAC)
Zervreilahorn  Gipfel P. 2898, Südgrat (4-)
Zervreilahorn Nordostgrat (6-)
Zervreilahorn Südostwand (7 Routen / 5+ bis 8)
Zervreilahorn Klettergarten (17 R /  4+ bis 7+)                            

Mountainbike:
Vals – Zervreila – Lampertschalp – Länta-Hütte SAC (3 h / 3)

Winter

Dass die lawinensicher unter einen Fels gebaute Länta-Hütte SAC sich nach Neuschneefällen als Sackgasse präsentieren soll, haben zumindest die Winter der letzten beiden Jahrzehnte nicht bestätigen können. Natürlich ist die Topografie des Tales eng und es kann Schneefälle oder Temperaturanstiege geben, die eine Tour von oder zur Hütte nicht mehr ratsam erscheinen lassen. Doch das sind drei bis vier Tage im Winter, und Vorsicht dürfte dann auch in jedem anderen Tourengebiet angebracht sein.

Wer eine gute Skitechnik beherrscht, im Gletschergebiet mit Pickel und Steigeisen umzugehen weiss und über genügend Kondition für 4 bis 5stündige Aufstiege verfügt, liegt mit der Länta-Hütte SAC als Tourenstützpunkt richtig. Nicht weniger als 12 Skitourengipfel lassen sich besteigen, und wer die vielen Varianten sieht, kommt gerne immer wieder.

Planungshilfe für Skitouren

Vorschlag Wochenende (2 Tage)
1. Tag:   Frühe Anreise nach Zervreila. Skitour über das Furggelti(horn) in die Länta-Hütte SAC.
2. Tag:  Skitour auf das Rheinwaldhorn. Am frühen Nachmittag über den Hüttenweg nach Zervreila.

Vorschlag verlängertes Wochenede (3 Tage)
1. Tag: Anreise nach Zervreila. Gemütlicher Aufstieg zur Länta-Hütte SAC.
2. Tag: Skitour auf das Rheinwaldhorn oder das Grauhorn.
3. Tag: Skitour über das Furggeltihorn oder über das Güferhorn zurück nach Zervreila.

Vorschlag verlängertes Wochenende im Frühling (z.B. Auffahrt, Pfingsten, 3-4 Tage)
1. Tag: Von Zervreila  zur Lampertschalp, Skitour zum Pizzo Cassinello, danach Aufstieg zur Hütte.
2. und/oder 3. Tag: Skitour auf das Rheinwaldhorn und/oder auf das Grauhorn.
3. oder 4. Tag: Skitour über das Güferhorn zurück nach Zervreila.

Vorschlag Tourenwoche (6 Tage)
1. Tag: Anreise nach Zervreila. Gemütlicher Aufstieg zur Länta-Hütte SAC.
2. Tag: Eingehtour auf das rassige Schwarzhorn.
3. Tag: Skitour auf das Rheinwaldhorn.
4. Tag: Skitour auf den Plattenberg oder zum gross Vernokhorn.
5. Tag: Skitour zum Grauhorn.
6. Tag: Skitour über das Furggeltihorn oder über das Güferhorn zurück nach Zervreila.

Vorschlag Gebietsdurchquerung : Adula-Hauptkamm (6 Tage)
Im Winter sind im Adula-Massiv nur die Länta-Hütte SAC und die Zapporthütte SAC bewartet.
Bis und mit Ostern ist zudem in Zervreila das Berggasthaus offen und bewartet. Diese drei Häuser ermöglichen eine Adula-Skitourenwoche der Extraklasse!

1. Tag: Anreise nach Zervreila. Skitour auf das Wissgrätli oder das Fanellhorn. Abend in Zervreila.
2. Tag: Skitour von Zervreila über das Furggeltihorn zur Länta-Hütte SAC.
3. Tag: Skitour auf das Güferhorn oder auf das Grauhorn.
4. Tag: Skitour von der Länta-Hütte SAC über das Rheinwaldhorn zur Zapporthütte SAC.
5. Tag: Skitour von der Zapporthütte SAC auf das Rheinquellhorn oder auf den Vogelberg.
6. Tag: Skitour von der Zapporthütte über das Höhberghorn nach Hinterrhein.

Vorschlag Gebietsdurchquerung : Vom Piz Medel zum Rheinwaldhorn (6 Tage)
1. Tag: Anreise nach Disentis und Curaglia. Aufstieg zur Camona da Medel SAC.
2. Tag: Aufstieg zum Piz Medel. Abfahrt zur Camona da Medel SAC.
3. Tag: Aufstieg zum Piz Valdraus. Abfahrt über die Capanna Scaletta SAT nach Campo Blenio.
4. Tag: Aufstieg durch das Val di Carassino, mit Cima di Pinadee, zur Capanna Adula SAC
5. Tag: Aufstieg zum Rheinwaldhorn, Abfahrt zur Länta-Hütte SAC.
6. Tag: Aufstieg zum Furggeltihorn oder Güferhorn, Abfahrt nach Zervreila, Vals.

Hüttenweg von Zervreila im Winter

Grundsätzliches:
Dies ist der kürzeste und einfachste Winterzustieg zur Länta-Hütte SAC. Er kann gleichermassen mit Tourenskis oder Schneeschuhen gelaufen werden. Zu beachten gilt, dass entlang der ganzen Route immer wieder längere Flachstücke auftreten. Bezüglich Lawinengefahr ist das Gelände, durch die die Route führt, nirgends steiler als 30 Grad. Auf den Hüttenweg problematisch auswirken kann sich eine ungünstige Lawinensituation trotzdem. Nach umfangreichen Neuschneefällen oder bei grossem Temperaturanstieg können aus höher gelegenen Anriss-Gebieten Lawinen oder Nassschneerutsche auf den Hüttenweg abgehen.

Die Route:
Schwierigkeit: Leicht
Aufstiegszeit: 3 Std.
Höhendifferenz: 370 Höhenmeter Aufstieg

Vom Parkplatz Zervreila auf dem gepfadeten Winterwanderweg hoch zur Kapelle Zervreila bei P. 1985. Nun immer dem Sommersträsschen dem Zervreilasee folgend unter leichtem Höhenverlust zur Canalbrücke. Auf der gegenüberliegenden Seite weiter der Seestrasse folgend zum Ochsenstafel bei P. 1892. Von hier aus hoch zur Lampertschalp gibt es zwei Möglichkeiten: Nach Neuschneefällen folgt man besser dem Sommerweg auf der nördlichen Seite des Valser Rheins. Bei hohen Temperaturen und Nassschnee ist es hingegen sicherer auf der südlichen Seite des Valser Rheins zu bleiben. Auf der Höhe der Hängebrücke erreichen beide Varianten den flachen Talboden der Lampertschalp. Immer dem Valser Rhein folgend geht es von dort durch die Talsohle bis knapp unter die Länta-Hütte SAC. Zwei, drei Kehren führen vom Fluss hoch zum meist tief eingeschneiten Haus.