Info Winter 2025

Die Hütte ist ab Donnerstag 20.03.2025 offen und bewartet. 

Die Schneefälle der letzten Woche haben eine solide Schneelage geschaffen, die Skitouren in den Adula-Alpen rund ums Rheinwaldhorn erheblich erleichtern. Zu beachten gilt es die jeweilige Wetter- und Lawinensituation, beides kann sich schnell ändern. Herzlich willkommen auf der Länta-Hütte SAC.

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Über die Güferlücke nach Zerfreila - hautnah am grössten Gletscher der Adula-Alpen

Die Güferlücke ist Teil der Normalroute zum Güferhorn, im Sommer wie im Winter. Da die Lücke selbst nicht mehr vergletschert ist, kann sie auch von geübten Berg- und Alpinwanderern überschritten und zu einer langen und hohen Tour hinaus nach Zerfreila benutzt werden. Dies ist eine einzigartige Möglichkeit, die wilde und unberührte Welt zwischen Läntatal und Kanaltal zu entdecken, und dabei auch dem grössten Gletscher der Adula-Alpen einen Besuch abzustatten. Die Alpinwanderung vermag aber auch mit lieblicheren Landschaftselementen zu bestechen, die flachen Hochweiden südlich des Brochenhüreli und rund um die Blachtenalp herum erinnern an die subarktische Bergtundra nördlicher Breiten. Zahlreiche Bäche, kleine Seen, Moorwiesen und spärlich bewachsene Gletschervorfelder wechseln sich auf dieser Tour immer wieder ab.

Für diese zwar lange und abwechlungsreiche Alpinwanderung, die immerhin auf 2863 Meter Höhe führt, ist eine gute Sicht und trockene Witterung von Vorteil. Die Orientierung ist hingegen relativ einfach, viele auffallende Landmarken sind mit einer guten Karte problemlos in Übereinstimmung zu bringen.

Alpine Wanderroute: Länta-Hütte SAC - auf dem Furggeltiweg bis zur Abzweigung Güferlücke in 2480 m Höhe - dem Bachgraben folgend bis zum See bei P. 2683 - von dort direkt hoch zur Güferlücke P. 2863 - Abstieg nach Nordosten zum Gletscherrand des Güfergletschers - Gletscherzunge - P. 2618 - Aufstieg über einen Hang zur auffalenden Lücke im Ostgrat des Furggeltihorns zwischen P. 2849 und P. 2781 - durch ein Gerölltälchen hinab zum Tümpel bei P. 2621 - über die Ebene zu See P. 2508 - weiter zu See bei P. 2514 - über flache Weidegebiete um P. 2476 herum zur Blachtenalp P. 2259 - auf dem Alpweg über P. 2219 zum Hornbach - auf dem Furggeltiweg über P. 2047 hinunter zum Zerfreilasee - der Seestrasse folgend nach Zerfreila.

Wanderdistanz: 16 km von der Länta-Hütte SAC bis zum Gasthaus in Zerfreila.

Wanderzeit: 7 h von der Länta-Hütte SAC nach Zerfreila

Höchster Punkt: Güferlücke, 2863 m ü.M.

Schwierigkeit: Auf der weglosen Strecke T4, auf dem Furggeltiweg T3, auf der Alpstrasse dem Zerfreilasee entlang T1.

Markierungen: Auf der weglosen Strecke vereinzelt Steinmännchen. Es braucht zur genauen Orientierung aber unbedingt die Karte im Massstab 1:25'000.

Ideale Wanderzeit: Anfang Juli bis Ende September

Landkarte: Landeskarte der Schweiz 1:25'000, die Blätter 1253 Olivone und 1254 Hinterrhein

Höhepunkte: Der eindrückliche Güfergletscher, die Felstürme des Brochenhüreli, die Einblicke in die Gipfelwelt des Kanaltals, die Hochweiden der Blachtenalp.

Tipp: Wer genügend Zeitreserve hat, kann von der Güferlücke aus das 3117 Meter hohe Schwarzhorn besteigen. Dieser Abstecher folgt immer dem breiten und gut gestuften Grat, wobei etwas ausgesetztere Stellen immer auf der Westseite umlaufen werden können. Der Gipfel lohnt mit schönen Nah- und Tiefblicken ins Länta- und Kanaltal. Von der Lücke hin und zurück ist eine zusätzliche Stunde einzurechnen.